CDU: Ideenkonzept gegen Verkrautung der Kanäle

01.09.2020, 15:00 Uhr
Am Umländerwiek-Kanal trafen sich Mitglieder der CDU-Fraktion mit der Papenburger Stadtverwaltung und der Firma Berky aus Haren
Am Umländerwiek-Kanal trafen sich Mitglieder der CDU-Fraktion mit der Papenburger Stadtverwaltung und der Firma Berky aus Haren

Die CDU-Stadtratsfraktion Papenburg setzt sich für neue Ideen ein, um gegen die Verkrautung der Kanäle dauerhaft vorzugehen. Es brauche eines ganzheitlichen Ansatzes, um die Kanäle systematisch zu entschlammen und zugleich den wertvollen Lebensraum für die Tierwelt zu bewahren, so die CDU.

„Auch wenn es in diesem Jahr eine besonders üppige Vegetation gibt und die Gründe für die anhaltende Verkrautung vielschichtig sind: Der Status Quo unserer Kanäle sollte auf Dauer nicht einfach so hingenommen werden“ so der CDU-Fraktionsvorsitzende Pascal Albers. „Die Kanäle gehören zu unserem einzigartigen, historischen Stadtbild und daher ist es unsere Pflicht, diese nachhaltig zu unterhalten. Es bedarf eines aktiven Gewässermanagements unter Einbeziehung von weiteren Experten“, erklärt der Obenender CDU-Ratsherr Heiner Plock. Nach Ansicht der CDU-Fraktion könnte es durchaus noch Möglichkeiten geben, den übermäßigen Pflanzenwuchs besser in den Griff zu bekommen. Der städtische Bauhof leiste hervorragende Arbeit mit den ihm bislang zur Verfügung stehenden Mitteln. Aber mit nur einem städtischen Bagger und der kurzfristigen Unterstützung durch externe Baggereinsätze wird die Problematik auf Dauer schwer zu lösen sein. „Weitermachen wie bisher sollten wir nicht. Wir müssen zumindest auch mal andere Ideen einholen und ausprobieren, mit dem Ziel einer längerfristigen, effizienteren Lösung“, so Albers. Aus diesem Anlass trafen sich Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion jetzt an der Umländerwiek mit dem Geschäftsführer der Berky GmbH, Felix Knoll, aus dem emsländischen Haren. Das Familienunternehmen ist Hersteller von individuellen Mäh- und Entschlammungsbooten, die weltweit im Einsatz sind. In dem Informationsgespräch wurden etwaige Alternativen, wie der ergänzende Einsatz eines multifunktionalen Amphibienbootes zur Entschlammung und weiterer Arbeiten am und im Wasser, erörtert. Dies solle nun kurzfristig erprobt werden. Auch andere Vorschläge von Anwohnern, wie gegebenenfalls mit alternativen biologischen Methoden eine Entschlammung erreicht werden könnte, wurden besprochen. Eingeladen hatte die CDU auch Stadtbaurat Jürgen Rautenberg und den Fachdienstleiter Stadtentwässerung, Martin Daron. Auch müsse aus Sicht der CDU die Fließgeschwindigkeit im Kanal wieder aktiviert werden. Auch hier gelte es, zu prüfen, ob Veränderungen im Kanal möglich sind und ob dies zu Verbesserungen führe. Zugleich ruft die CDU Privatleute und Unternehmen auf, gerne weitere konstruktive Vorschläge einzubringen. „Alle Ideen müssen zusammengeführt werden, um 2021 hoffentlich ein neues Konzept zu testen. Hierbei ist immer auch der wertvolle Lebensraum für die Tiere sicherzustellen“, so Albers.